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Heiliger Bimbam

Der Zürcher Konzertchor präsentiert ein etwas anderes Opernerlebnis

Zauberhafte Melodien aus Tschechien und Italien, vier Solostimmen, die sich gekonnt durch den Programmmix singen und moderieren, ein Ensemble aus Bläsern, Akkordeon und Klavier sowie ein Chor, der statt Oratorien Ohrwürmer liefert: Selten bimmelt soviel Heiliges durch den Theaterraum und fügt sich auf wunderliche Weise zum unbeschwerten Ganzen. Der Kammerdiener mutiert zu Hänsel,
Gretel zur Meerjungfer, die Hexe zur Muttergottes und der Kater zu Christus, ihrem eingeborenen Sohn. Zum Schluss mündet alles in eine Art „Geschichte von Seldwyla“, die zu verraten natürlich totaler Bimbam wäre ...

www.zuercherkonzertchor.ch

Dauer: ca. 80 min
Kinder bis 16 Jahre gratis (Ticket erforderlich)

Termine & Tickets

Juli 2022

So

10

Jul
13.30

Zürcher Konzertchor

Kinder bis 16 Jahre gratis (Ticket erforderlich)

Erhältlich CHF 40 - 50
19.00

Zürcher Konzertchor

Kinder bis 16 Jahre gratis (Ticket erforderlich)

Erhältlich CHF 40 - 50

Zum Programm

Die selten aufgeführte „Legende aus dem Rauch des Kartoffelkrauts“ von Bohuslav Martinů (1890-1959) bildet den einen Eckstein des Programms und liefert die exquisite Instrumentalbesetzung: Flöte, Klarinette, Horn, Akkordeon und Klavier. André Fischer, Leiter des Zürcher Konzertchors seit nunmehr 25 Jahren, hat alle anderen Werke des Programms auf diese Besetzung adaptiert. Chor und Solisten schildern in Martinůs Kantate eine Begebenheit, die sich auf dem mährischen Land zur Zeit der Kartoffelernte zugetragen haben soll. Hauptprotagonistin ist die Muttergottes, die eines Morgens vom Altar der Kirche verschwunden ist: «In diesem Lande, wo der Himmel ins Blau taucht die Bächlein und der Schwalben Flügel, traf sie beim Feld ihren Jesus Christus.»

Der andere Eckstein des Programms ist Puccinis „Mottetto per San Paolino“. Dieses gefällige Werk komponierte der spätere Operngigant zum 12. Juli 1877, dem Namenstag des Schutzpatrons seiner Heimatstadt Lucca. Es galt über ein Jahrhundert lang als verschollen und erschien 1992 erstmals im Druck. Sein jugendlicher Schwung lässt aber die späteren Meisterwerke Puccinis schon erahnen.

Zwischen diesen Eckpfeilern erklingt Zauberhaftes aus Tschechien und Italien: Gassenhauer wie die Glockenchöre aus „Pagliacci“ und aus der „Cavalleria rusticana“, der Kirchweihchor aus der „Verkauften Braut“, solistisch vorgetragene Szenen aus der Märchenoper „Rusalka“ und aus dem reichen Fundus des italienischen Verismo, Altbekanntes und Trouvaillen aus der Feder von Smetana und Dvořák, Mascagni und Leoncavallo.

«Augusto, guten Abend!»
«Guten Abend, Madame Anaide! Ihr seht gut aus!»

«Nein, mir geht’s schlecht! Ich hab’ ein grosses Feuer im Magen! Was bringst du?»
«Einen Grog.»

«Gib her. Das beruhigt ein wenig! Nimm’s auf die Rechnung meiner Tochter!»
«Gut. Ah! Eure Tochter, was für ein Erfolg! Ganz nach Eurem Vorbild, wie zu Euren Zeiten!»

«Augusto, damals, als ich sang ...»
«... Welch’ Grazie! Welch’ ein Geschmack!»

«Das klassische Repertoire ...»
«... Der „Feuerwehrmann“!»

«Autsch, es brennt mich! Hier, genau beim Darm!»